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Unser Wetter - Volmarstein - Auffahrt A1

Über die Köpfe der Bürger hinweg

Die dreijährige Sperrung der Auffahrt Richtung Bremen an der A1 in Volmarstein ist beschlossen. Bürgermeister Frank Hasenberg erklärt, welchen Hoffnungsschimmer es gibt.

Wie kam es überhaupt zu der Sperrung?

Die Volmarsteiner Talbrücke muss saniert werden, und um die Arbeiten zu ermöglichen, wird aus Sicherheitsgründen die Sperrung der Auffahrt notwendig, das behauptet zumindest die ausführende Gesellschaft, die Deges. Die Talbrücke liegt unmittelbar hinter der Auffahrt. Aus meiner Sicht ist das größte Problem dabei, dass über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger und auch über die Unternehmer hinweg geplant worden ist. Das zweite Problem ist die mangelnde Koordination mit anderen Maßnahmen, etwa mit den Reparaturen an der Brücke nahe der Auffahrt in Gevelsberg-Silschede.

Wo können Fahrzeuge in Richtung Bremen auf die A1 auffahren?

Die nächste Auffahrt ist in Gevelsberg-Silschede. Diese Auffahrt ist leicht über einen nördlichen Umweg zu erreichen, über die B234. Für Lkw ist dieser nördliche Umweg allerdings tabu, denn die Brücke über die Eichholzstraße in Silschede ist sanierungsbedürftig. Pkw können diese Route aber nehmen. Dann gibt es noch den Umweg in südlicher Richtung, über die Hagener Straße.

Die offizielle Umleitung wird die Lkw-Fahrer wohl über das Kreuz Wuppertal schicken – ein Umweg von 22 KM.
Ich kann mir vorstellen, dass viele Fahrer der Umleitung nicht folgen werden, aus zeitlichen Gründen oder weil es zusätzlich Maut und Betriebsmittel kostet. Das Risiko ist nun, dass die großen Lkw durch die Siedlungsgebiete fahren werden.

Warum ist die Brücke über die Eichholzstraße in Silschede nicht längst saniert?

Offenbar haben sich die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern zu lange hingezogen. Inzwischen tritt aber die Stadt Gevelsberg als Vermittler auf.

Was kann die Stadt noch tun?

Die Sperrung ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Allerdings ist etwas Bewegung in die Sanierung der Brücke in Silschede gekommen. Wir haben auch schon einiges getan, zum Beispiel an das Land NRW und an die Bezirksregierung geschrieben. Das sind die zuständigen Behörden. Beide haben aber keine Möglichkeit gesehen, an den Planungen der Deges noch etwas zu verändern, so dass die Sperrung vielleicht gar nicht notwendig wird. Da hätte ich mir mehr Engagement seitens des Verkehrsministeriums gewünscht. Allerdings hat unsere Initiative dazu geführt, dass nun wenigstens über eine provisorische Auffahrt nachgedacht wird, um die Sperrzeit zu verkürzen. Mir drängt sich außerdem der Eindruck auf, dass das Gesamtumfeld von den Planern nicht gesehen worden ist. Die Verkehrsprobleme sind einfach auf die Bürger und auf das Gewerbe übertragen worden, und das ist nicht in Ordnung. Wir bleiben an der Sache dran und werden darauf drängen, dass die Transparenz für solche Maßnahmen besser wird.

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